Ich stelle mich vor!
Hallo,
ich bin Rambo und dies ist meine "Homestory"
(Was heisst den jetzt nochmal Homestory auf Englisch?). Wer mir schreiben möchte, kann sich gerne in meinem Gästebuch verewigen oder unter rambo@billmann.de eine eMail senden.

An mein Leben vor dem Tierheim kann ich mich zum Glück nicht mehr erinnern und dieses dunkle Kapitel lasse ich auch aus. Beginnen wir doch einfach Anfang des Jahres 2006. Wie jeden Sonntag lagen meine Mitbewohnerin, die Schäferhündin Karla, und ich gemütlich im Zwinger. Wir genossen die Fußbodenheizung und schauten ein ums andere mal hoch, als Gassigänger vorbeikamen.

Wir wähnten uns schon in Sicherheit, als dann doch ein Pfleger mit zwei komischen Nasen auf uns zukam. Durch heftiges Schwanzwedeln signalisierte ich diesen Dumpfbacken, daß ich noch keine Lust habe bei der Kälte rauszugehen, dies haben die aber wohl nicht richtig verstanden. Na gut ich will mal kein Spielverderber sein, die zwei sehen aus, als könnten sie Auslauf dringend gebrauchen. Vor allem der ohne Fell auf dem Kopf hat es dringend nötig.

Na prächtig, da habe ich ja ganz tolle Exemplare erwischt. Die haben wohl zuvor lauter Bücher gelesen und wissen vor Theorie nicht, wo beim Hund der Kopf und das Ende sitzt. Wenigstens haben sie Futter dabei. Aber nie geben sie einem die Leckerlis so. Jedesmal schauen sie einen so fragend an und dann halten sie es in Höhe meines Hinterkopfs. HALLO, so klein ist mein Mund auch nicht, daß man ihn übersieht! Ich habe nun herausgefunden, daß es für Menschen leichter ist meinen Mund zu finden, wenn ich mich hinsetze und ihn ganz weit öffne. Naja vielleicht wird es ja doch noch was mit den beiden, aber intelligent ist was anderes.

Hatte ich am Anfang noch die Hoffnung, daß es sich bei den beiden um Eintagsfliegen handelt, musste ich schnell einsehen, daß die jedes Wochenende dastanden. Man ist ja kein Untier und deshalb tat ich einfach so, als würde mich immer freuen. Das nahmen sie dann zum Anlass, mit mir auch noch Sport zu machen. Pfuibäh, wer kommt denn auf so eine Idee?

So gingen die Tage ins Land. Der Schnee ging und Karla auch (sie hat in der Zwischenzeit ihren eigenen Dosenöffner gefunden). Aber ich bekam die tolle Kali mit in meine geräumige Bude. Wir hatten viel Spaß und tollten gemeinsam mit den zwei Nackthunden auf zwei Beinen gemütlich durch den Freilauf.

Zu Ostern kamen die beiden dann ganz aufgeregt an und irgendwie war das Gassigehen heute anders. Nach der üblichen Runde sind wir dann zu so einem roten komischen Ding gegangen. Sieht irgendwie aus wie ein Zwinger, der aber häufig den Standort wechselt. Naja, die Türe geht auf und eine kleine 1-Zimmerwohnung wird sichtbar. Soll ich umziehen? He, was ist mit meiner Fussbodenheizung und wo ist die Küche und der Kühlschrank? Und wieso werfen die beiden Essen auf den Wohnungsboden? Das kam mir dann auf einmal gar nicht mehr so geheuer vor. Plötzlich schnappte mich der ohne Haare und setzte mich in die Wohnung. Mist, ich verliere meine Bude. Die beiden hatten wohl vergessen irgendwelche Standgebühren zu bezahlen, auf alle Fälle mussten die die Wohnung wohl woanders abstellen. Also ging es mit viel Geruckel und Gepolter los. Nach ca 15min haben sie es wohl eingesehen, daß ich eine geräumigere Bude für meine vielen Hundedamen benötige. Und da war es, MEIN HAUS. Ich nahm es gleich in Beschlag. Von Anfang an wusste ich, wie ich es eingerichtet haben wollte und die zwei haben sich als ordentliche Dosenöffner erwiesen.

Nun lebe ich schon ein paar Wochen mit meinen Dosenöffner zusammen und sogar mit mir in Urlaub. Alles macht soviel Spaß und entspannend ist es auch. Nun genug der Worte, ich muss mich wieder ausruhen.

Euer Rambo.